Stuhlinkontinenz

5. Stuhlinkontinenz
Es gibt vielfältige Ursachen einer Stuhl-inkontinenz und es müssen mehrere Fakto-ren zusammentreffen, um eine Stuhlinkon-tinenz zu auszulösen. Bei Ausfall eines Mechanismus zur Steuerung der Stuhlent-leerung, wird dies durch sogenannte Kom-pensationsmechanismen wieder ausgeglichen.Als Ursachen für Stuhlinkontinenz gelten Schlaganfall, Morbus Alzheimer, Multiple Skle-rose und Gehirntumor. Ebenfalls kann sie durch Darmkrankheiten, angeborene Fehlbildungen oder Behinderungen ausgelöst werden.Je nach Ursache erfolgt die Behandlung medi-kamentös (z. B. bei Entzündungen des Darms) oder operativ (z. B. Abtragen von Tumoren, Straffung des Beckenbodens oder Einsatz eines künstlichen Schließmuskels). Eine neue Metho-de stellt die „Sakrale Nervenstimulation“ dar. Dieses Verfahren funktioniert ähnlich wie ein Herzschrittmacher. Durch spezielle Elektroden in Verbindung mit einem unter die Haut einge-pflanzten Schrittmacheraggregat wird die nerva-le Endstrecke zum Schließmuskel simuliert und damit ein ausreichender Muskeltonus erreicht. Mit Krankengymnastik kann man die Muskula-tur im Beckenboden stärken. Bei Schmerzen rund um den After helfen Salben mit Zink oder Lebertran. Ebenfalls kommt Toilettentraining zum Einsatz.
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Die 5 häufigsten Formen der Inkontinenz sind:

Stress-, Belastungs- oder Tröpfcheninkontinenz
Bei einer Belastungsinkontinenz löst der erhöhte Bauchinnendruck ...

Dranginkontinenz
Bei der Dranginkontinenz führt unverhofft starker Harndrang ...

Überlaufinkontinenz
Die Überlaufinkontinenz entsteht durch eine ständig übervolle ...

Reflexinkontinenz
Bei der Reflexinkontinenz kann sich die Blase durch lange ...

Stuhlinkontinenz
Es gibt vielfältige Ursachen einer Stuhl-inkontinenz und es ...




Welche Inkontinenzversorgung und Hilfsmittel sind die richtigen ?
Bereits während der Diagnostik und Behandlung sollten die betroffenen Personen mit aufsaugenden oder ableitenden Inkontinenzhilfsmitteln versorgt werden, dabei kommt der Auswahl des geeigneten Inkontinenzhilfsmittels eine besondere Bedeutung zu. Kriterien für die Auswahl der Inkontinenzhilfsmittel sind: Wie viel Sicherheit soll gegeben werden? Welche Inkontinenzart liegt vor (Harn- und / oder Stuhlinkontinenz)? Welche Menge und welche Beschaffenheit hat die Ausscheidung? Wann tritt Inkontinenz auf? Wie ist die Mobilität der betroffenen Person? Ist die betroffene Person in der Lage, die Inkontinenzversorgung selbst vorzunehmen? Wie ist die Hautbeschaffenheit?
Anforderungen an die Inkontinenzversorgung: Möglichst dicht gegen Ausscheidungen und Gerüche. Geräuscharmes und optisch unauffälliges Hilfsmittel. Hautfreundliches Material Sicheres Aufnehmen der Ausscheidungen und Erhaltung der Selbständigkeit. Man unterscheidet als aufsaugende Inkontinenzmittel: Einlagen, Vorlagen, Windelhosen, Pants.
Als körperferne Hilfsmittel gibt es: Krankenunterlagen. Bei den ableitenden Inkontinenzhilfsmitteln gibt es: Kondomurinale mit Auffangbeutel (für Männer) Klebebeutel (für immobile Männer und Frauen) Blasenkatheder mit Auffangbeutel Harnröhrenstöpsel.

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